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Das Aufmerksamkeits - Defizit - Syndrom

Das klassische Bild eines ADS - Kindes besteht in der Figur des Zappelphilipps. Dieses Bild ist allerdings nur bedingt und somit teilweise richtig, da auch träumende Kinder unter einem Aufmerksamkeits - Defizit - Syndrom leiden können.

Unter einem Aufmerksamkeits - Defizit - Syndrom versteht man ein über einen längeren Zeitraum hinweg unaufmerksames Verhalten. Dabei kann sich die Unaufmerksamkeit in unterschiedlicher Hinsicht bemerkbar machen. Man unterscheidet zwischen der hypoaktiven Variante (ADS), den Träumern und der hyperaktiven Variante (ADHS), dem klassischen Bild des Zappelphilipps und der Mischform aus beiden Varianten (AD(H)S).

Ursache eines Aufmerksamkeits - Defizit - Syndroms (ADS), bzw. eines ADHS ist nach derzeitigem Forschungsstand eine veränderte Funktionsweise in der Reizübermittlung im Gehirn.

Das Wort “Syndrom” bezeichnet in der Medizin stets ein Krankenbild, welches sich aus verschiedenen Symptomen zusammensetzt. Beim ADS sind die Symptome teilweise sehr unterschiedlich und gleichzeitig hat das Auftreten vereinzelt auffälliger Symptome nicht zur Folge, dass in jedem Fall ein ADS vorliegt. Viele symptomatischen Erscheinungen sind auch im Normalfall bei Kindern bemerk- und feststellbar. Die Tatsache, dass viele Symptome auf ein Kind zutreffen und die Tatsache, dass diese Verhaltensweisen über einen längeren Zeitraum hinweg in verschiedenen Lebensbereichen des Kindes immer wieder in Erscheinung treten, kann als erstes Warnsignal gedeutet werden.
Es bedarf aber auch dann immer noch einer genauen und umfangreichen Diagnose um zu gewährleisten, dass keine falsche Diagnose getroffen wird und therapeutisch somit auch nur wenig erreicht werden kann. Betroffene Eltern sollten sich an einen Experten wenden. Dies kann ein Kinderarzt sein, der sich in dieser Hinsicht weitergebildet hat, oder aber ein Kinder- und Jugendpsychologe. In der Regel gehört zu einer vollständigen Diagnostik neben der Befragung der Eltern auch die Befragung der LehrerInnen und / oder ErzieherInnen, sowie die Erstellung eines psychologischen Gutachtens des betroffenen Patienten. Um differentialdiagnostisch andere Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen ausschließen zu können, wird durch einen Arzt darüber hinaus ein klinische Diagnostik durchgeführt.

Anhand der Diagnose und der Symptomatik wird individuell passend die Therapie abgestimmt. Dabei ist es wichtig, dass der individuelle Therapieplan verschiedene Bereiche abdeckt. Es ist nicht alleine mit konsequentem erzieherischen Handeln getan, genausowenig wie eine psychotherapeutische Behandlung ausreicht um die Probleme zu bewältigen. In der Regel besteht eine Therapie aus verschiedenen Teilbereichen und setzt sich aus kleinen - individuell gewählten - Bausteinen zusammen.

Nähere und ausführlichere Informationen erhalten Sie auf unserer ADS - Seite.

Webmaster: Dr. N. Gumpert     Letztes update dieser Seite: Mittwoch, 1. August 2007.